Finanzierung / Antragstellung / Kostenübernahme

Die UN-Behindertenrechtskonvention sieht ein inklusives, allgemeines Bildungssystem für alle Kinder und Jugendliche vor.

Gemäß §54 SGB XII und §35 SGB VIII umfassen die Leistungen der Eingliederungshilfe im Wesentlichen Hilfen zu einer angemessenen Schulbildung und der Vorbereitung hierzu (einschließlich des Besuchs einer Hochschule). Darüber hinaus erfolgt in einigen Fällen bereits eine Betreuung während der Kindergartenzeit. Die Kosten übernehmen in der Regel die überörtlichen Sozialhilfeträger (bei körperlicher, geistiger oder Mehrfachbehinderung) oder die zuständigen Jugendämter (bei seelischer Behinderung, wie beispielsweise bei Autismus-Spektrums-Störung) im Rahmen der Eingliederungshilfe. Im Gegensatz zu anderen Leistungen der Sozialhilfe (wie z.B. bei Pflegeleistungen) müssen von den Eltern keine finanziellen Eigenleistungen erbracht werden, da die Kostenträger im Rahmen der bewilligten Stundenanzahl die Kosten in vollem Umfang übernehmen.

Von den Eltern (nicht von der Schule) muss beim zuständigen Kostenträger ein formloser Antrag mit ärztlichen Gutachten eingereicht werden.

Einen Musterantrag samt Checkliste können Sie hier als PDF herunterladen.

Musterantrag

Ab Eingang des formlosen Antrags beim Kostenträger (Anzeige des Hilfebedarfs) besteht unter der Voraussetzung, dass der Hilfebedarf entsprechend anerkannt wird, ein Leistungsanspruch. Wir stehen Ihnen bei Fragen gerne telefonisch oder persönlich zur Verfügung.

Eine maßgeschneiderte Begleitung für Ihr Kind liegt uns am Herzen

Da die Schulbegleitung eine Einzelfallmaßnahme darstellt, erfordert auch die Auswahl des Schulbegleiters eine besondere Berücksichtigung der jeweiligen Bedürfnisse des Kindes.
Die erforderliche Qualifikation des Schulbegleiters wird vom Kostenträger auf der Grundlage des Hilfebedarfs des Betroffenen festgelegt. In den meisten Fällen wird eine sonstige Hilfskraft, d.h. ein Schulbegleiter ohne pädagogische Ausbildung, genehmigt. Entscheidend ist die notwendige Befähigung des Schulbegleiters im Einzelfall.  Die Notwendigkeit einer pädagogischen Fachkraft wird im Rahmen einer Hospitation oder Hilfeplanung mit den Eltern und der Schule festgelegt. Die Genehmigung einer pädagogischen Fachkraft erfolgt durch den Kostenträger vor allem bei Kindern mit einer schweren Mehrfachbehinderung oder einer Autismus-Spektrums-Störung.
Der Einsatz eines Schulbegleiters ist nur mit Zustimmung der Schulleitung möglich. Die Zustimmung zur Schulbegleitung ist aus berechtigten Gründen für die Zukunft widerrufbar.
Die Auswahl der konkreten Person erfolgt aus diesem Grund zusammen mit der Schule, den Eltern und auch dem Kostenträger, sofern das Jugendamt die Kosten trägt.

Zum "Erstkontakt-Formular" klicken Sie hier.

Unter Berücksichtigung aller Erfordernisse des Einzelfalls wird auf der Grundlage einer konkreten Stellenausschreibung ein passender Schulbegleiter gesucht.

Nach einer Vorauswahl und einem Erstgespräch in der Geschäftsstelle stellen sich geeignete Bewerber bei den Eltern des zu begleitenden Kindes in dessen familiären Umfeld vor. Nach der positiven Rückmeldung der Eltern informieren wir die Schule, die nach einem Gespräch mit dem Bewerber in den Entscheidungsprozess miteinbezogen wird. Hier werden etwaige Bedenken der Schulleitung bezüglich der Eignung des Schulbegleiters berücksichtigt. Die Ausübung des Hausrechts bleibt dem Schulleiter vorbehalten. Voraussetzung für einen Einsatz an der jeweiligen Schule ist die Vorlage eines aktuellen erweiterten polizeilichen Führungszeugnisses nach § 30a Bundeszentralregister bei uns als Arbeitgeber. Der Schulbegleiter muss sich schriftlich zur Verschwiegenheit und zur Einhaltung der Datenschutzvorschriften verpflichten.
Vor Maßnahmebeginn wird der Schulbegleiter in die schulischen Rahmenbedingungen und in seine förderspezifischen Aufgaben eingewiesen und es wird festgelegt, wie die notwendige gegenseitige Information bei Abwesenheit des Schulbegleiters geregelt wird. Dies ist vor allem auch für den Einsatz eines Springers wichtig. Die Schulbegleitung beginnt erst dann, wenn sich alle Beteiligten eine Zusammenarbeit vorstellen können. Dieses Vorgehen erfordert einen engen und vertrauensvollen Austausch mit allen Beteiligten – im Auswahlprozess, aber auch fortlaufend während der Maßnahme Schulbegleitung. Dies ist unser Anspruch.

Die richtige Auswahl der Schule

Wir kooperieren derzeit mit über 120 Schulen im Großraum Nürnberg

Vorwiegend arbeiten wir mit Regelschulen zusammen, aber auch an Förderschulen ist die Begleitung durch einen Schulbegleiter nicht ausgeschlossen. Dies entscheidet jedoch der Einzelfall. Durch unser breites Spektrum an Erfahrung im Rahmen der Inklusion und Schulbegleitung ist es uns möglich, Sie kompetent zu beraten, um die passende Schule für Ihr Kind zu finden. Unter Berücksichtigung der persönlichen Wünsche und Bedürfnisse informieren wir Eltern mit Kindern jeden Förderbedarfs frühzeitig zu den Möglichkeiten einer inklusiven Beschulung mit Schulbegleitung.

Die inklusive Schule – unser Auftrag

Inklusive Schule bedeutet, dass die Unterschiedlichkeit der Kinder von vornherein  berücksichtigt wird und das Unterrichtskonzept wie auch Strukturen und die Didaktik auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder ausgerichtet sind. Das Prinzip Fördern und Fordern gilt für alle Kinder und Kinder mit Behinderung gehören von Anfang an dazu. Somit entfällt die „Integration“, da hier immer eine „Exklusion“ vorausgeht, die es notwendig macht, dass etwas „Fremdes“ wieder eingebunden werden muss. In einer inklusiven Schule müssen sich die Schüler nicht anpassen, sondern sind von Anfang an ebenbürtige Mitglieder. Der Verein für Menschen mit Körperbehinderung ist seit Jahrzehnten im Auftrag einer inklusiven Gesellschaft tätig. Als Anstellungsträger für Schulbegleiter sehen wir unsere Hauptaufgabe in der Beratung und Unterstützung der Eltern, aber auch der Schulen, damit eine solche inklusive Schule von allen Beteiligten immer mehr gelebt werden kann.

Kooperation mit der Schule der Wahl

Eine enge Zusammenarbeit mit der jeweiligen Schule ist uns als Anstellungsträger sehr wichtig. Deshalb finden in regelmäßigem Turnus Gespräche mit Klassen- und Schulleitern statt.
Ziele dieser engen Zusammenarbeit sind

  • Dokumentation des Entwicklungsfortschritts
  • Vermittlung zwischen Eltern, Schulvertretern und Schulbegleitern
  • Organisatorische und pädagogische Beratung
  • Spendenkonto

    Verein für Menschen mit Körperbehinderung Nürnberg e.V. IBAN: DE75 7002 0500 0007 8355 00 BIC: BFSWDE33MUE

  • Mitglied werden

    Sie möchten Mitglied in unserem Verein werden und unsere Arbeit unterstützen?

  • Ehrenamt

    Es gibt zahlreiche Motive, warum sich Menschen ehrenamtlich betätigen.

     Wir freuen uns auf Sie!

Schulbegleiter Service>

Schulbegleiter-Service

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Zerzabelshofstrasse 29
90478 Nürnberg

Ihre Ansprechpartner sind
Mo. -Fr. zwischen 8.00 -17.00 Uhr für Sie da